Erfahrungsberichte

 

In dieser Rubrik wollen wir ein bißchen Werbung für die Arbeit mit der Dogge machen. Hier finden sich Berichte über besuchte Lehrgänge, Seminare, Workshops, Hundeschulen etc..  die Erfahrungsberichte sollen eine Orientungshilfe für Interessierte sein und für solche, die es werden wollen. 

 


Wochenlehrgang Aichach DDC

 

Sabine Salzmann und Viola Schepp waren vom 05.-12.05.2007 in Aichach auf Wochenlehrgang. Sabine hat hierzu einen Erlebnisbericht geschrieben, Viola hat viele Bilder beigesteuert, so dass sich Interessierte einen Eindruck verschaffen können, was dort alles gemacht wird. Vielleicht kommt ja doch der eine oder andere Ausbildungsmuffel noch auf den Geschmack ;). Bilder vom Lehrgang in Aichach gibts hier
 

 

 

Wochenlehrgang 2007 vom 05.-12. Mai in Aichach

 

Am 4. Mai gegen 14.00 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Aichach zum Wochenlehrgang. Gegen 19.00 Uhr kamen wir nach einigen Pausen und einem kleinen Umweg an. Erst einmal ging es Gassi und Schnappi bekam sein Abendessen und das Auto wurde schlafgerecht hergerichtet. Auch Viola war schon angekommen. Es war eine Riesenfreude, auch die anderen Bekannten wieder zu sehen. Nach dem Abendessen ging es schon bald ins Bett, da am nächsten Morgen um 8.30 Uhr der Lehrgang beginnen sollte.

 

Pünktlich nach dem Frühstück begann der Lehrgang mit Klärung der Formalitäten und dem Studieren des Programmhefts. Aufgeführt waren hier unter anderem die Verhaltensregeln, deren Missachtung mit Zahlung einer Lehrgangsrunde geahndet wurden. Hierunter fielen z.B. das Klingeln des Handys während der offiziellen Teile, das Rangehen kostete sogar 2 Runden, das Vergessen des Fährtenstocks, das Lösen auf dem Platz oder in der Fährte. Dank einiger Teilnehmer blieb es also keine „trockene“ Woche.

Bis zum Mittagessen dauerte die Vorstellungsrunde der Teilnehmer. Nachdem alle gestärkt waren, ging es zur Unterordnung, in der zuerst der Ausbildungsstand der einzelnen Hunde abgeklärt wurde. Da wir gut in der Zeit waren, konnten wir bis zum Abendessen noch einen zweiten Durchgang durchziehen.

Um 19.30 bereitete uns Werner auf die Fährtenarbeit am nächsten Tag vor.

 

Abfahrt zur Fährte war dann wie jeden Morgen um 7.30 Uhr. Überraschend war, dass hier keine Krähen in den Startlöchern standen, um die Fährten leerzufuttern. Es lag wirklich noch jedes ausgelegte Wurststück auf der Fährte - davon können wir zu Hause nur träumen.. Innerhalb der Woche waren bei allen Teilnehmern große Fortschritte zu sehen. Die Gruppe, die als erstes in der Fährte war hatte, anschließend bis zur Mittagspause Bodenarbeit. Die Bodenarbeit ist ein Teil des TTouch und soll dem Hund zu einem besseren Körpergefühl, Gleichgewichtssinn und Selbstwertgefühl verhelfen. Hier werden alle Übungen langsam und mit Ruhe ausgeführt. Die Unterordnung startete dann immer um 14.00 Uhr. Gleichzeitig wurde auch die Gruppenarbeit angeboten. Von 19.00 Uhr bis 19.45 Uhr wurde das Abendessen serviert und anschließend gab es jeden Abend noch Vorträge von den Ausbildern, Fremdreferenten und auch den teilnehmenden Übungswarten zu den Themen Gruppenarbeit, Bodenarbeit, Erste Hilfe am Hund, Motivation, Trieb- und Instinktveranlagung, Recht um den Hund.

 

Natürlich durfte auch der gemütliche Teil nicht fehlen, so dass manchmal das morgendliche Aufstehen doch recht schwer fiel. Leider war das Wetter auch nicht so beständig wie in den Wochen vorher, so dass wir zwei Tage komplett im Regen standen und die Befürchtung bestand, dass die Kleidung nicht mehr trocken würde. Doch zwischenzeitlich hatte das Wetter doch noch ein Einsehen mit uns und es wurde zeitweise wieder zu heiß. Die Zeit in den Pausen wurde meistens zum Umziehen genutzt.

 

Ab Mittwoch war dann sämtlichen Hunden und auch Hundeführern die allmähliche Erschöpfung anzumerken. Den Hundeführern wurde dank der hervorragenden Aichacher Küche immer wieder zu neuem Schwung verholfen. Als dann Freitag der Bunte Abend den Count-down zum Lehrgangsende setzte, war es kaum vorstellbar, dass wir die Woche schon fast hinter uns gelassen haben. Am Samstagmorgen ging es nach Abstimmung noch einmal zur Fährte hinaus und gegen 15.00 Uhr starteten wir mit feuchten Augen und dem Versprechen, nächstes Jahr wieder dabei zu sein den Heimweg.

 

Sabine Salzmann

 

Wochenend-Workshop Reiner Reichert

 

Sandra Sramek hat als Zuschauerin/Beisitzerin den Molosserworkshop von Reiner Reichert in Magdeburg mitgemacht und gibt hier ihre Erfahrungen wider, die als Orientierung für Interessierte dienen sollen. Bilder vom Workshop hier.
 

 

 

Molosserworkshop Reiner Reichert vom 18.-20.05.07 in Magdeburg

Am Freitag um 13.00 Uhr war das erste Zusammentreffen mit allen Teilnehmern des Workshops. Einige kannte ich schon von anderen Treffen, andere waren mir völlig fremd. Insgesamt war es aber über die 3 Tage ein netter Haufen Leute, die sich allesamt bei schwül-heissem Wetter auf dem Platz und in der Stadt einen abgeschwitzt haben, um die Zusammenarbeit mit ihren Hunden zu verbessern.

Reiner, ein Hüne von Mann, man könnte auch sagen, ein bayerisches Urvieh, hat versucht, allen Teilnehmern ihre Hunde näher zu bringen. Dabei hat er für meinen Geschmack eine sehr gute, bodenständige Einstellung zur Hundeerziehung, und lustigerweise läuft auch jeder Hund, den er an die Leine nimmt, sofort wie am Schnürchen, während sich der baffe Besitzer fragt, wie er das wohl anstellt ;).

Am Freitag also ab 13.00 Uhr allgemeines Beschnuppern, dann ab 14.00 Uhr Platzarbeit, jeder Teilnehmer mußte ein abgespecktes BH-Prüfungsschema laufen und wurde dabei gefilmt, damit Reiner einen ersten Eindruck bekommen konnte, wie weit die einzelnen Gespanne in der Unterordnung fortgeschritten waren. 

Nach der Platzarbeit fuhren alle gemeinsam in den Stadtpark Magdeburg, um dort noch Leinenführigkeit, Stadttauglichkeit und Sozialverträglichkeit der Hunde zu testen und zu fördern. Dies verlief ohne grössere Störungen oder Vorfälle. Nach dem Parkgang waren alle Teilnehmer schon leicht mitgenommen, da es wirklich sehr sehr heiss war. 

Abends trafen sich alle im Hotel, um dort die aufgenommenen Videos anzuschauen, zu denen Reiner entsprechende Kommentare gab und referierte.

Am nächsten Morgen ging es um 10.30 mit der Platzarbeit weiter. Zunächst wurde ein Intelligenztest mit den Hunden durchgeführt. Dazu mußte der Besitzer zu einem Versteck gehen, dort einen Abtritt machen, sich in einem zweiten Versteck dann verbergen und seinen Hund rufen, der hinter einer Mauer festgehalten wurde. Das Ziel der Übung war es, dass der Hund durch Nasenarbeit seinen Besitzer aufspüren sollte. Ein paar wenige Hunde schafften dieses Ziel, ein paar andere fanden ihren Besitzer glücklich, indem sie der Stimme folgten und dann den Sichtkontakt herstellten, ein paar scheiterten. Diesen Intelligenztest fand ich besonders spannend.

Weiter ging es dann mit Gruppenarbeit auf dem Platz, jeweils zu dritt mußten die Teilnehmer auf dem Platz in Vierecken UO laufen, während Reiner korrigierend eingriff. Auch das in der grössten Hitze, Menschen und Hunde waren geschafft, Reiner machte immer noch einen frischen Eindruck.

Nach der Platzarbeit kurze Pause, danach nochmal eine kurze Runde im Stadtpark. Abends dann um 21.30 Uhr trafen sich alle zur Nachtwanderung im Park wieder. Dies war ganz interessant und verlief ebenfalls ganz problemlos. Die Hunde benahmen sich alle gut im Dunkeln.

Sonntag dann morgens nochmal Platzarbeit, nun waren schon bei einigen Teilnehmern deutliche Fortschritte  zu erkennen. Zum Abschluß gings dann nochmal in die Stadt, durch die Fußgängerzone, in den Bahnhof, über Gitterroste und an Wasserspielen vorbei. Zum Schluß waren glaube ich alle glücklich und zufrieden.

 

Fazit: 

Wer in die Basisarbeit der Unterordnung reinschnuppern will, wer eine fundierte Meinung über seinen Hund haben möchte, wer die Sozialverträglichkeit seines Hundes verbessern möchte, der ist bei Reiner auf einem Anfängerlehrgang genau richtig aufgehoben. Reiner hat meiner Meinung nach das nötige Knowhow, um Wissen rund um den Hund zu vermitteln, und macht das in der Praxis auch sehr gut, obwohl blutige Anfänger oder auch Leute mit sehr jungen Hunden an ihre Grenzen stossen werden, da das Programm doch sehr vollgepackt ist und komprimiert Wissen vermittelt wird, was halt eben auf einem Workshop notgedrungen der Fall ist.

 

Sandra Sramek